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Weltraumteleskop PLATO: Mit Schiff und Schwerlasttransporter zum Testzentrum

„PLATO’s eyes meet brain“: Die optische Bank mit den 26 Kameras wird auf das Service-Modul gesetzt. (Credit: ESA) / PLATO's 'eyes meet brain': The optical bench with its 26 telescopes is placed on the service module. (Credit: ESA)
„PLATO’s eyes meet brain“: Die optische Bank mit den 26 Kameras wird auf das Service-Modul gesetzt. (Credit: ESA) / PLATO's 'eyes meet brain': The optical bench with its 26 telescopes is placed on the service module. (Credit: ESA)
Verladung des PLATO-Containers: Am 22. August 2025 wurde der Container mit dem PLATO-Satelliten in Mannheim auf ein Frachtschiff geladen, um diesen über den Rhein zu ESTEC in den Niederlanden zu bringen. (Credit: ESA-SJM Photography) / Loading the PLATO container: On 22 August 2025, the container carrying the PLATO satellite was loaded onto a cargo ship in Mannheim to bring it, via the Rhine, to ESTEC in the Netherlands. (Credit: ESA-SJM Photography)
Verladung des PLATO-Containers: Am 22. August 2025 wurde der Container mit dem PLATO-Satelliten in Mannheim auf ein Frachtschiff geladen, um diesen über den Rhein zu ESTEC in den Niederlanden zu bringen. (Credit: ESA-SJM Photography) / Loading the PLATO container: On 22 August 2025, the container carrying the PLATO satellite was loaded onto a cargo ship in Mannheim to bring it, via the Rhine, to ESTEC in the Netherlands. (Credit: ESA-SJM Photography)
Auf dem Weg in den Reinraum: PLATO wird aus dem Container auf einen Rollwagen geladen und in den Reinraum gebracht. Der Satellit ist dabei mit einer Schutzfolie bedeckt. (Credit: ESA-SJM Photography) / On its way to the clean room: PLATO is unloaded from the container onto a trolley and brought into the clean room. The spacecraft is covered with a protective film. (Credit: ESA-SJM Photography)
Auf dem Weg in den Reinraum: PLATO wird aus dem Container auf einen Rollwagen geladen und in den Reinraum gebracht. Der Satellit ist dabei mit einer Schutzfolie bedeckt. (Credit: ESA-SJM Photography) / On its way to the clean room: PLATO is unloaded from the container onto a trolley and brought into the clean room. The spacecraft is covered with a protective film. (Credit: ESA-SJM Photography)
PLATO auf einem Rollwagen mit Schutzfolie: Hier kann man das Instrument mit Servicemodul von der Seite sehen. Die Kameras sind nach links ausgerichtet. (Credit: ESA-SJM Photography) / PLATO on a trolley beneath protective film: Here, the instrument with its service module can be seen from the side. The cameras are facing left. (Credit: ESA-SJM Photography)
PLATO auf einem Rollwagen mit Schutzfolie: Hier kann man das Instrument mit Servicemodul von der Seite sehen. Die Kameras sind nach links ausgerichtet. (Credit: ESA-SJM Photography) / PLATO on a trolley beneath protective film: Here, the instrument with its service module can be seen from the side. The cameras are facing left. (Credit: ESA-SJM Photography)
Satellit im Zelt: Der Satellit wird in eine Art Zelt geschoben, das für die Reinraumbedingungen des empfindlichen optischen Instruments sorgt. (Credit: ESA-SJM Photography) / Satellite in the tent: The PLATO satellite is moved into a tent-like enclosure that maintains cleanroom conditions for the sensitive optical instrument. (Credit: ESA-SJM Photography)
Satellit im Zelt: Der Satellit wird in eine Art Zelt geschoben, das für die Reinraumbedingungen des empfindlichen optischen Instruments sorgt. (Credit: ESA-SJM Photography) / Satellite in the tent: The PLATO satellite is moved into a tent-like enclosure that maintains cleanroom conditions for the sensitive optical instrument. (Credit: ESA-SJM Photography)
Drehen des Satelliten: Der Satellit wird von seiner horizontalen in die aufrechte Lage gedreht. (Credit: ESA-SJM Photography) / Rotating the spacecraft: The spacecraft is rotated from a horizontal to an upright position. (Credit: ESA-SJM Photography)
Drehen des Satelliten: Der Satellit wird von seiner horizontalen in die aufrechte Lage gedreht. (Credit: ESA-SJM Photography) / Rotating the spacecraft: The spacecraft is rotated from a horizontal to an upright position. (Credit: ESA-SJM Photography)
Die 26 Kameras zeigen nach oben: PLATO in aufrechter Position bei ESTEC. Man sieht die Kameras, die alle in schwarzer Folie eingepackt sind. (Credit: ESA-SJM Photography) / PLATO's 26 cameras point upwards: PLATO in an upright position at ESTEC; its cameras are clearly visible, all wrapped in black film. (Credit: ESA-SJM Photography)
Die 26 Kameras zeigen nach oben: PLATO in aufrechter Position bei ESTEC. Man sieht die Kameras, die alle in schwarzer Folie eingepackt sind. (Credit: ESA-SJM Photography) / PLATO's 26 cameras point upwards: PLATO in an upright position at ESTEC; its cameras are clearly visible, all wrapped in black film. (Credit: ESA-SJM Photography)

Im Juni 2025 wurde das wissenschaftliche Instrument des Weltraumteleskops PLATO mit dem Service-Modul im Reinraum der Firma OHB in Oberpfaffenhofen zusammengefügt. Bei dem Instrument handelt es sich um eine optische Bank mit 26 einzelnen Kameras und ihren Elektronikmodulen. Mit einem speziellen Kran wurde dieses angehoben und präzise auf das Service-Modul gesetzt. „PLATO's eyes meet brain“ benannte die ESA diesen Vorgang so schön plastisch. Damit war im Wesentlichen nun alles vorhanden, was zum Betrieb notwendig ist, nämlich die Subsysteme zur Energieversorgung, zum Antrieb und zur Kommunikation mit der Erde.

Nach Abschluss der Arbeiten musste das empfindliche Gerät zum fast 900 Kilometer entfernten Weltraumforschungs- und Technologie-Zentrum der ESA, ESTEC, im niederländischen Noordwijk gebracht werden. Kein einfacher Transport, denn der Container mit PLATO hatte eine Überbreite von 5,5 Metern. In Deutschland dürfen LKW nicht breiter als 2,55 Meter sein, für überbreite Ladungen muss eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden.

In 14 Tagen von Bayern bis in die Niederlande

Die Speditionsfirma fand unter Abwägung von Kosten, Zeit und erheblichem administrativen Auswand die folgende Lösung: Zunächst wurde PLATO innerhalb von drei Nächten als Schwerlasttransport über Landstraßen und nur wenige Autobahnabschnitte von Oberpfaffenhofen nach Mannheim gebracht.

Dabei musste die Strecke im Voraus inspiziert und die Fracht ständig kontrolliert werden – immer unter der Aufsicht von Polizei und Behörden. In Mannheim wurde PLATO dann auf ein Frachtschiff geladen, welches das Instrument über den Rhein und das verzweigte Rhein-Maas-Delta bis nach Katwijk in den Niederlanden beförderte. Dabei war während des gesamten Transports die Klimatisierung des Containers notwendig.

Von Katwijk aus waren es dann nur noch wenige Kilometer mit einem LKW nach Nordwijk, wo das „technische“ Herz der ESA schlägt. Nach 14 Tagen hatte PLATO sein Ziel erreicht. Das Instrument wurde bei ESTEC auf einen Rollwagen geladen, in den Reinraum geschoben, um 90 Grad gedreht und damit in eine aufrechte Position gebracht.

Nach der Montage der Solarpaneele und des Schutzschilds wird PLATO in den nächsten Wochen auf Herz und Nieren geprüft: Intensive Schütteltests sowie Vibrations- und Akustiktests müssen durchlaufen werden, um zu gewährleisten, dass PLATO die enormen mechanischen Belastungen beim Start der Trägerrakete Ariane 6 unbeschadet übersteht. Später wird der komplette Satellit in den Weltraumsimulator, die größte Vakuumkammer in Europa, geschoben. Dort zeigt sich, ob PLATO die extremen Temperaturen, die Strahlung und das Vakuum im Weltraum aushält und dabei wie geplant funktioniert.


DLR e.V.
51147 Köln
Deutschland


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