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Ohne Greifer keine E-Mobilität

Der Magnetgreifer SGM-SV-BY bewegt Rundzellen mit einem Durchmesser von 46 Millimetern sowohl in der Zellproduktion als auch in der Modulmontage. (Bild: J. Schmalz GmbH)
Der Magnetgreifer SGM-SV-BY bewegt Rundzellen mit einem Durchmesser von 46 Millimetern sowohl in der Zellproduktion als auch in der Modulmontage. (Bild: J. Schmalz GmbH)
Dank moderner 3D‑Drucktechnologie fertigt Schmalz individuelle Greifer bereits ab Losgröße eins ganz nach Kundenwunsch. (Bild: J. Schmalz GmbH)
Dank moderner 3D‑Drucktechnologie fertigt Schmalz individuelle Greifer bereits ab Losgröße eins ganz nach Kundenwunsch. (Bild: J. Schmalz GmbH)
Mit Flächengreifern lassen sich große, schwere und strukturierte Gehäuseteile sicher handhaben. (Bild: J. Schmalz GmbH)
Mit Flächengreifern lassen sich große, schwere und strukturierte Gehäuseteile sicher handhaben. (Bild: J. Schmalz GmbH)
Spezialgreifer STGG für schnelles und präzises Pick & Place von dünnen Elektroden und Separatoren. (Bild: J. Schmalz GmbH)
Spezialgreifer STGG für schnelles und präzises Pick & Place von dünnen Elektroden und Separatoren. (Bild: J. Schmalz GmbH)
Dank integrierter Luftsparregelung arbeitet der Kompaktejektor SCPSi-BY besonders effizient. (Bild: J. Schmalz GmbH)
Dank integrierter Luftsparregelung arbeitet der Kompaktejektor SCPSi-BY besonders effizient. (Bild: J. Schmalz GmbH)
Patrick Schneider, International Industry Segment and Key Account Manager for Battery bei Schmalz in Glatten. (Bild: J. Schmalz GmbH)
Patrick Schneider, International Industry Segment and Key Account Manager for Battery bei Schmalz in Glatten. (Bild: J. Schmalz GmbH)

Die Batterie entwickelt sich zur Schlüsseltechnologie der Automobilindustrie. Sie entscheidet über Reichweite, Kosten und Wettbewerbsfähigkeit von Elektrofahrzeugen. Gleichzeitig wächst der Druck auf Europa, eigene Produktionskapazitäten aufzubauen. Schmalz bietet dafür hochpräzise Vakuumtechnik, sichere Automationslösungen und effiziente Prozesse entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette.

Die Batterieindustrie hat zuletzt stark zugelegt. Doch je nach Region und Kennzahl unterscheiden sich die Zuwachsraten deutlich: Einzelne Märkte wie Deutschland konnten in den vergangenen fünf Jahren einen massiven Anstieg verzeichnen, und auch die globalen Produktionskapazitäten haben stark zugenommen. Gleichzeitig hat sich der Aufbau neuer Zellfertigungen zuletzt verlangsamt, vor allem durch Projektverschiebungen, Stornierungen und eine zunehmende Marktkonsolidierung in Europa und Nordamerika.

Trotz dieser kurzfristigen Bremsspuren bleibt der langfristige Ausblick positiv. Für die kommenden Jahre wird weiterhin mit einem steigenden Bedarf an Batterien gerechnet, getrieben vor allem von Elektromobilität, stationärer Energiespeicherung und industriellen Anwendungen. Bis 2030 dürfte der Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV: Battery Electric Vehicle) weltweit bei den Neuzulassungen auf etwa 30 Prozent oder mehr klettern, je nach Region auch deutlich darüber. Das Wachstum bleibt stark, fällt aber in vielen aktuellen Prognosen etwas moderater aus als in früheren Hochrechnungen. Parallel dazu sinkt die Nachfrage nach Verbrennungsmotoren weiter, allerdings langsamer als in den optimistischsten Szenarien erwartet.

Besonders dynamisch entwickelt sich der Markt in China: Dort lag der BEV-Anteil an den Neuzulassungen 2025 bereits auf einem deutlich höheren Niveau als in Europa. Chinesische Hersteller richten ihren Blick längst auf internationale Märkte und bauen ihre Exportpräsenz deutlich aus, während der Hochlauf vieler europäischer Projekte noch Zeit benötigt.

Der Wettlauf um die Schlüsseltechnologie Batterie

Die Batterie entscheidet über die Zukunft der Automobilindustrie. Sie bestimmt Reichweite, Ladezeit und Kosten eines Elektrofahrzeugs. Gleichzeitig entwickelt sie sich zum strategischen Machtfaktor für ganze Volkswirtschaften. Wer Batterien produziert, sichert industrielle Wertschöpfung, technologische Kompetenz und Arbeitsplätze. Europa steht deshalb unter Druck. Der Kontinent muss eigene Produktionskapazitäten aufbauen, wenn er im globalen Wettbewerb bestehen will.

„Die Batterie ist eine Schlüsseltechnologie“, sagt Patrick Schneider, International Industry Segment and Key Account Manager for Battery bei Schmalz in Glatten. „Je nach Modell verursacht sie einen erheblichen Anteil der Fahrzeugkosten. Für die europäische Industrie geht es daher um weit mehr als nur um einzelne Fabriken. Es geht um Resilienz, Versorgungssicherheit und die Fähigkeit, die Mobilitätswende aktiv zu gestalten.“ Gleichzeitig spielt die Batterie eine zentrale Rolle für die Klimaziele der Europäischen Union. Ohne eine starke Verbreitung von Elektrofahrzeugen lässt sich die Dekarbonisierung des Verkehrs kaum erreichen.

Präzision entscheidet über die Zellqualität

Doch der Weg zur leistungsfähigen Batterie führt über hochpräzise Fertigungsprozesse. Genau dort setzt Schmalz an. Der Spezialist für Vakuumtechnik betrachtet die Batterieproduktion als durchgängige Wertschöpfungskette: von der Zellfertigung über die Modulmontage bis zum fertigen Pack. Jeder Schritt verlangt maximale Genauigkeit, hohe Sicherheit und effiziente Automation.

Besonders anspruchsvoll ist die Zellfertigung. Beim sogenannten Stacking werden Anode, Separator und Kathode exakt übereinander positioniert. Schon kleinste Fehler mindern später die Leistung der Batterie, denn Elektroden reagieren empfindlich auf Druckstellen oder Beschädigungen. Spezialisierte Flächen- und Sauggreifer von Schmalz bewegen die Bauteile akkurat und zugleich abdruckarm.

Ein weiteres Risiko lauert oft im Detail: metallische Kontaminationen. Winzige Partikel aus Kupfer, Nickel oder Zink können die Qualität einer Batteriezelle beeinträchtigen. Schmalz reduzierte deshalb bei den Ejektorbaureihen SCPSb, SCPSc und SCPSi-BY genau diese Metalle auf ein technisches Minimum. Das senkt Ausschussraten und erhöht die Prozesssicherheit in sensiblen Produktionsumgebungen.

Vom Modul bis zum schweren Batteriepack

Auch bei der Modul- und Packmontage setzt Schmalz auf robuste und praxisnahe Systeme. Für Rundzellen mit 46 Millimetern Durchmesser nutzen viele Hersteller den bistabilen Magnetgreifer SGM-SV-BY. Die Technologie arbeitet zuverlässig und bewährt sich unter anspruchsvollen Bedingungen. Hinzu kommt der Batteriemodul-Greifer, eine Plug-and-Play-Systemlösung, die komplette Module bewegt und von oben in das Batterycase einsetzt. Das ermöglicht eine besonders hohe Packungsdichte und damit potenziell mehr Reichweite für Elektrofahrzeuge.

Die Anforderungen steigen weiter, sobald komplette Batteriepacks bewegt werden. Schmalz bietet dafür Systeme vom manuellen Handling bis zur vollautomatisierten Roboterintegration. Energiesparfunktionen in den Ejektoren helfen zudem, Betriebskosten zu senken. Fertige Batteriepacks mit Gewichten von bis zu 400 Kilogramm transportieren spezialisierte Greifer zuverlässig und präzise.

Europas Chance liegt in smarter Automation

Sicherheit besitzt dabei oberste Priorität. „Bei Batterien darf es keine Kompromisse geben“, betont Patrick Schneider. Fehler gefährden nicht nur Produktionsprozesse, sondern auch Menschen und Anlagen. Deshalb arbeitet Schmalz mit redundanten Vakuumversorgungen und entwickelt Systeme für kritische Lasten mit maximalem Schutz vor Ausfällen.

Für Europa liegt genau darin eine Chance. Asien, vor allem China, dominiert heute die Batterieproduktion. Doch europäische Unternehmen können ihre Stärken in intelligenter Automation, Nachhaltigkeit und ressourcenschonender Fertigung ausspielen. Jede effizient produzierte Batterie stärkt die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas und bringt die Mobilitätswende einen Schritt voran.


J. Schmalz GmbH
72293 Glatten
Deutschland

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