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Beyond Gravity erhöht die Produktionskapazität für Triebwerksausrichtung verzehnfachen
Das Raumfahrtunternehmen Beyond Gravity verdoppelt die Produktionsfläche an seinem Standort in Berndorf, Österreich. Ab 2027 wird das Unternehmen in der Lage sein, jährlich zehnmal mehr Ausrichtmechanismen zu produzieren.
Beyond Gravity, ein führender globaler Raumfahrtzulieferer, erweitert seine Produktionskapazitäten in Österreich erheblich, um der steigenden Nachfrage nach Mechanismen gerecht zu werden, die auf elektrische Satellitentriebwerke hinweisen. „Wir investieren 4,5 Millionen Euro, um unsere Produktionsstätte in Berndorf, Österreich, zu verdoppeln. Dies ist ein bedeutender Schritt in der weiteren Industrialisierung unserer verschiedenen Produktionslinien“, sagt Dr. Barbara Frei-Spreiter, CEO von Beyond Gravity. Der Standort Berndorf wird in der Lage sein, im ersten Erweiterungsschritt 100 elektrische Antriebspointing-Mechanismen pro Jahr in einer Schicht zu produzieren. Das in 40 Kilometern südlich von Wien gelegene Werk wird auf etwa 5.000 Quadratmeter (ca. 54.000 Quadratfuß) verdoppelt. Das Unternehmen wird in eine bereits bestehende angrenzende Halle expandieren, die mit moderner Maschinen ausgestattet wird, darunter ein Shaker und die größte Reinraumhalle Österreichs für Raumfahrtproduktion. Der neue Fertigungsbereich soll im Frühjahr 2027 fertiggestellt werden. Im Jahr 2025 kündigte Beyond Gravity an, die Produktion von Solaranlagen-Antriebssystemen an seinem Standort Zürich in der Schweiz zu erweitern und die Produktionskapazität verfünffachen.
„Starke Nachfrage aus den USA und Europa“
Die Erweiterung in Berndorf, Österreich, erfolgt vor dem Hintergrund einer starken Nachfrage sowohl von institutionellen als auch kommerziellen Raumfahrtprogrammen, insbesondere in den Vereinigten Staaten und Europa. „Der Raumfahrtmarkt beschleunigt sich weiterhin. Wir verzeichnen eine starke, anhaltende Nachfrage nach unseren Hochleistungs-Elektrischen Antriebspointing-Mechanismen, insbesondere von Kunden in den USA und Europa“, sagt Oliver Grassmann, Chief Operating Officer bei Beyond Gravity. Der Standort Berndorf ist bereits das Produktionszentrum des Unternehmens für thermische Isolationshardware für Satelliten und Trägerraketen. „Er wird sich zu einer dualen Einrichtung entwickeln, die die Serienproduktion fortschrittlicher Gimbal-Mechanismen für den Raumfahrtbereich ergänzt“, erklärt Wolfgang Pawlinetz, Vice President Thermal & Mechanisms bei Beyond Gravity. „In den nächsten drei Jahren werden wir rund 50 hochqualifizierte Industriearbeitsplätze am Standort schaffen“, sagt Wolfgang Pawlinetz.
Serienproduktion der gesamten APPMAX-Mechanismen
Ein wesentlicher Treiber dieser Erweiterung ist der Vertrag von Beyond Gravity mit SWISSto12 zur Lieferung von APPMAX3-Triebwerks-Pointing-Mechanismen für dessen HummingSat-Kommunikationssatelliten. Dieser Dreachsen-Mechanismus ähnelt einem Roboterarm. Die Serienproduktion für dieses und andere internationale Programme wird am Standort Berndorf konsolidiert. Beyond Gravity wird sein gesamtes Portfolio an APPMAX-Produkten (Advanced Electric Propulsion Pointing Mechanism) in Berndorf fertigen, darunter:
– APPMAX3 (Dreachsen-Roboterarm-Mechanismen)
– APPMAX2 (Zweiachsige Mechanismen; schwere und kleine Varianten)
– APPMAX2-XS, die neueste Variante für Kleinsatelliten und LEO-Konstellationen
Auf der Space Tech Expo USA im Juni vorgestellt, nutzt der APPMAX2-XS handelsübliche Komponenten und industrialisierte Produktionsprozesse, um der wachsenden Branche nach geringem Gewicht, schnellerer Lieferung und einfacherer Integration zu entsprechen, zu bisher unerreichbaren Preisen für hochwertige Gimbals.
Pointing-Mechanismen: Weniger Treibstoff, längere Satellitenlebensdauer
Pointing-Mechanismen spielen eine entscheidende Rolle für die Leistung von Satelliten, indem sie die Ausrichtung der Triebwerke optimieren. Die APPMAX-Antriebspunkting-Mechanismen ermöglichen eine optimierte Schubausrichtung — wodurch verschwendeter Treibstoff erheblich reduziert wird. „Derzeit verbrennen viele Satelliten Treibstoff, aber nicht wegen der Triebwerke des Raumfahrzeugs. Es liegt an der Ausrichtung des Triebwerks“, erklärt Dominik Inschlag, Verkaufs- & Marketingdirektor für Thermik und Mechanismen bei Beyond Gravity. Zudem können elektrische Antriebspunkting-Mechanismen die Lebensdauer eines Satelliten um bis zu zwei Jahre verlängern und sind die kosteneffizienteste Lösung bei hohen Trägermassen. „Unsere Triebwerks-Pointing-Mechanismen ermöglichen es Satelliten, präzise Manöver durchzuführen und ihre Position zu halten, was Treibstoff und Zeit spart und die Leistung maximiert.“ Nach dem Start und der Einsatz im All stehen Satelliten vor der kritischen Herausforderung, ihre endgültige Umlaufbahn zu erreichen. Hier kommen die Pointing-Mechanismen ins Spiel, erklärt Inschlag. „Sie ermöglichen eine effiziente Erhöhung der Umlaufbahn.“ Im Jahr 2024 modernisierte und erweiterte Beyond Gravity seine Reinraumproduktion für Mechanismen in Wien. Dieser Reinraum wird weiterhin das Zentrum für die Entwicklung von Mechanismen, Prototypen und kleineren Stückzahlen sein.
ESA-Generaldirektor Aschbacher: „Der Weltraum gewinnt an geostrategischer Bedeutung“
Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA): „Raumfahrttechnologie gewinnt an geostrategischer Bedeutung. Es ist unerlässlich, dass wir eine starke, leistungsfähige Raumfahrtindustrie in Europa haben. Die starke internationale Nachfrage nach Pointing-Mechanismen zeigt die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Raumfahrtindustrie.“
Österreichischer Raumfahrtminister Hanke: „Ein schnell wachsender Wirtschaftssektor“
Peter Hanke, österreichischer Minister für Innovation und Raumfahrt: „Raumfahrttechnologie ist unverzichtbar für die moderne Gesellschaft, beispielsweise in den Bereichen Kommunikation und Mobilität. Ob Züge, Autos oder Flugzeuge — alle sind auf präzise Positionsdaten von Satelliten im All angewiesen. Die Raumfahrtindustrie ist einer der am schnellsten wachsenden heimischen Wirtschaftssektoren. Sie ist daher auch eine der neun Schlüsseltechnologien und Stärkefelder in Österreichs Industriestrategie. Deshalb war es mir wichtig, Österreichs Beitrag zur Europäischen Weltraumorganisation von 260 auf 340 Millionen Euro zu erhöhen.“ Beyond Gravity Austria ist der größte heimische Raumfahrtzulieferer.
Ehemaliger Kosmonaut Viehböck: „Der Raumfahrt wird immer wichtiger“
Franz Viehböck, der einzige Österreicher im All und CEO der Berndorf AG, dem Vermieter der Halle in Berndorf: „Als einziger Österreicher, der im All war, freue ich mich, dass die Raumfahrtindustrie in unserem Industriepark Berndorf AG mit der erweiterten Produktion von Beyond Gravity wächst und floriert. Raumfahrt ist eine Zukunftstechnologie des 21. Jahrhunderts, die immer wichtiger wird — für die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Sicherheit.“
Landeshauptfrau Mikl-Leitner: „Niederösterreich greift nach den Sternen“
Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich: „Raumfahrtprodukte aus Niederösterreich sind weltweit sehr gefragt. Ich freue mich, dass der Raumfahrtcluster in unserem Bundesland weiter wächst und dass Beyond Gravity nun auch Raumfahrmechanismen im Triestingtal produziert. Bereits heute sind fast alle europäischen ESA-Satelliten durch thermischen Schutz aus Berndorf vor den extremen Kälte- und Hitzeeinflüssen des Alls geschützt. Auch Europas größter Träger, die Ariane 6, setzt auf Hochtemperaturdämmung aus Berndorf. Mit Unternehmen wie Beyond Gravity greift Niederösterreich nach den Sternen.“
Beyond Gravity Services AG
3011 Bern
Schweiz








