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Edelstahl Rostfrei in Kontakt mit anderen Werkstoffen
Kontaktkorrosion wird häufig falsch eingeschätzt – neues Merkblatt 829 schafft Klarheit: Informationsstelle Edelstahl Rostfrei veröffentlicht vollständig überarbeitetes Merkblatt
Kann Edelstahl Rostfrei bedenkenlos mit Aluminium, verzinktem Stahl oder Kupfer kombiniert werden? Diese Frage beschäftigt Planer, Konstrukteure und Verarbeiter seit Jahrzehnten. Die Antwort ist komplexer als oft angenommen: Pauschale Aussagen zur Verträglichkeit unterschiedlicher Werkstoffe sind nicht möglich.
Mit der 5., vollständig überarbeiteten Auflage 2026 des Merkblatts 829 „Edelstahl Rostfrei in Kontakt mit anderen Werkstoffen“ liefert die Informationsstelle Edelstahl Rostfrei (ISER) eine aktuelle und praxisnahe Orientierungshilfe für alle, die Konstruktionen in Mischbauweise planen, ausführen oder bewerten. Das Merkblatt löst damit die Vorgängerbroschüre ab, die regelmäßig die Bestsellerliste der ISER anführte.
Das Phänomen Bimetallkorrosion
In vielen technischen Anwendungen werden unterschiedliche metallische Werkstoffe miteinander kombiniert, um die jeweiligen Materialeigenschaften optimal zu nutzen. Häufig entstehen solche Werkstoffpaarungen aber auch zufällig - etwa durch Befestigungselemente, Verbindungsmittel oder nachträgliche Reparaturen. Unter bestimmten Bedingungen können dadurch galvanische Elemente entstehen, die zu einer beschleunigten Korrosion des unedleren Werkstoffs führen.
Ob Bimetallkorrosion – früher meist als Kontaktkorrosion bezeichnet – tatsächlich auftritt, hängt jedoch nicht allein von der Werkstoffkombination ab, sondern ebenso von den Umgebungsbedingungen und der konstruktiven Ausführung.
Das Merkblatt erläutert verständlich die elektrochemischen Grundlagen der Bimetallkorrosion und zeigt, welche Faktoren für eine fundierte Bewertung entscheidend sind. Behandelt werden unter anderem der Einfluss des Elektrolytwiderstands, der Befeuchtungsdauer und der Umgebungsbedingungen, die Kinetik der Elektrodenreaktionen sowie das Flächenverhältnis zwischen Kathode und Anode. Anhand aktueller Beispiele wird verdeutlicht, weshalb identische Werkstoffkombinationen je nach Einsatzbedingungen zu Korrosion führen bzw. beständig sind.
Beispiele aus der Praxis
Das Merkblatt betrachtet typische Fragestellungen aus der Wasser- und Abwassertechnik, dem Bauwesen, Anwendungen unter atmosphärischen Bedingungen sowie dem Fahrzeugbau. Ergänzend werden bewährte Maßnahmen zur Vermeidung von Bimetallkorrosion beschrieben und häufig gestellte Fragen aus der Praxis beantwortet.
Die Schrift wurde durch die BAM - Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin, zusammen mit der ISER inhaltlich umfassend aktualisiert und erweitert. Neue Grafiken, aktuelle Beispiele, überarbeitete Erläuterungen und eine klar strukturierte Darstellung ermöglichen eine fundierte Einschätzung möglicher Korrosionsrisiken und helfen dabei, Schadensfälle bereits in der Planung zu vermeiden.
5. vollständig überarbeitete Auflage 2026, 22 Seiten DIN A4, 18 Abbildungen, 5 Tabellen, Bestell-Nummer: MB 829
Das Merkblatt 829 kann kostenfrei heruntergeladen werden, die gedruckte Version wird in Einzelexemplaren ebenfalls kostenfrei zugeschickt.
Herausgeber: Informationsstelle Edelstahl Rostfrei
Sohnstaße 65, 40237 Düsseldorf
E-Mail: info@edelstahl-rostfrei.de
Warenzeichenverband Edelstahl Rostfrei e.V.
40237 Düsseldorf
Deutschland








