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Autor
Timo Speck

Einwegmopp versus Mehrwegmopp

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b_reinraummoppbezug_einweg-mehrweg

Wesentliche Einflussfaktoren auf den Erfolg von Reinigungstätigkeiten sind heute in erster Linie die zur Verfügung stehende Zeit, sowie die Effektivität und Wirksamkeit der eingesetzten Reinigungsmittel und –gerätschaften. Da gerade im Reinraumbereich zwar Zeit und Kosten stimmen müssen, dabei aber zugleich das zu erbringende Reinigungsergebnis gewährleistet werden muss, kommt es hier in besonderem Maße auf den Einsatz geeigneter Werkzeuge an. Breits bei der Implementierung eines Reinigungs- und Desinfizierungskonzepts sollten sinnvoll einsetzbare Reinigungsgeräte bewertet und festgelegt werden.

Mikroclean verfügt mit über 30.000 verarbeiteten Einwegmoppbezügen pro Jahr und vergleichbaren Umfängen bei anderen Materialien über einen umfassenden Wissensschatz, an Hand dessen wir das Thema Bodenreinigung im Reinraum aus fachlicher wie ökonomischer Sicht betrachten können. Das Fazit basiert auf der Erfahrung zahlreicher Langzeittests im praktischen Einsatz.

Für die Reinigung von Bodenflächen ist der Mopp auch im Reinraum das anerkannte Mittel der Wahl, wenn es um Effizienz im täglichen Einsatz geht. Ausschlaggebend für eine effiziente Verwendbarkeit sind dabei das Arbeitstempo, die praktisch erzielbare Reinigungswirkung, sowie die Kosten:
–    Das Arbeitstempo ergibt sich vor allem aus der Moppbreite, aber auch aus dem Zeitaufwand für den Wechsel, sowie die Vor- und Nacharbeiten (Logistik, Reinigung, Aufbereitung).
–    Die Reinigungswirkung hängt vom Material und der Qualität des Belags, sowie von der Wirksamkeit der verwendeten Reinigungszusätze ab.
–    Die Kosten definieren sich über die erforderliche Arbeitzeit, die Haltbarkeit des Moppbezugs und den Aufwand für Reinigung und Aufbereitung

Etabliert sind heute drei Versionen des Reinigungsmopps:
–    Der Mehrwegmopp wird durch professionelle Reinraumwäschereien gereinigt und verpackt. Nach dem Einsatz für die Reinraumreinigung erfolgt derselbe Aufbereitungsprozess von Neuem. In der Regel geht man je Mehrwegmopp von einer Lebensdauer von rund 80 Reinigungszyklen aus.
–    Ein Einwegmopp dagegen wird ab Werk fertig für den Einsatz im Reinigungsbetrieb erstellt. Nach der Verwendung wird er entsorgt. Eine Wiederaufbereitung ist auf Grund der auf einmaligen Gebrauch ausgelegten Materialen zumindest für die hohen Anforderungen der Reinraumreinigung kaum möglich.
–    Beim „Ready-to-use“ Einwegmopp liegt der Unterschied zum normalen Einwegmopp in der vollständig gebrauchsfertigen Vorbereitung durch den Hersteller. Dazu gehört neben dem Reinigungstextil die Imprägnierung mit geeigneten Reinigungs- und Desinfektionsmitteln.

Die Frage, welches Modell für einen speziellen Reinraum das geeignetste ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Denn die oben genannten Faktoren der Reinigungseffizienz richten sich individuell nach den örtlichen Gegebenheiten eines jeden Reinraums. In Abhängigkeit von Größe, Zuschnitt und vorhandener Logistik kann sowohl ein Einwegmopp mit oder ohne Ready-to-Use-Vorbereitung, als auch ein Mehrwegmopp die gestellten Aufgaben am besten erfüllen. Folgende (+) Vor- und (-) Nachteile sprechen für die jeweiligen Systeme:

 

Einwegmopp

(einschl. Ready-to-Use)

Mehrwegmopp

Materialqualität

(+) Textilien mit hochwertiger Faserqualität, großer Faseroberfläche und großer Kapazität zur Aufnahme, Speicherung und Abgabe von Feuchtigkeit und Reinigungsmitteln

(+) Textilien mit hochwertiger Faserqualität, großer Faseroberfläche und großer Kapazität zur Aufnahme, Speicherung und Abgabe von Feuchtigkeit und Reinigungsmitteln

Reinigungsleistung

(-) etwas geringere Flächenleistung auf Grund dünnerer Materialien im Einweggebrauch

(+) hohe Flächenleistung durch dickere, dauerhafte Materialien mit großer Faseroberfläche

Verschleiß

(+) Keine Verschleißerscheinungen, gleichbleibende Qualität von Textilie und Imprägnierung durch Einsatz von Neuprodukten

(-) Gefahr abnehmender Reinigungs- und Feuchtespeicherleistung, im Reinraumbereich jedoch hohe Überwachung und Kontrolle an Hand gesetzlicher Vorhaben

 Sicherheit

 (+) Maximale Sicherheit durch Ausschluss von Fehlerquellen hinsichtlich Kontaminierung und Fremdkörpereintrag. Vorallem bei Ready-to-Use Mopps

 (-) höhere Gefahr von Kontaminierungen im Aufbereitungsverfahren

 Logistik

 (+) Ohne Bedarf einer Textillogistik jederzeit und überall einsetzbar

 (-) Logistik für Reinigung und Aufbereitung erforderlich, z.B. im Rahmen vorhandener Bekleidungslogistik

 Ressourcen

 (+) in den meisten Fällen für Folgeanwendungen geringerer Anforderungen außerhalb des Reinraums weiter einsetzbar

 (+) ressourcenschonend und umweltfreundlich durch Mehrfachverwendung der textilen Bezüge

 Umwelt- und

Gesundheitsschutz

 (+) Sicherheitsgewinn für Bereiche mit gesundheits- und umweltgefährdenden Substanzen durch Entsorgung der gebrauchten Bezüge

 (-) Hoher Aufwand für sichere

Aufbereitung belasteter Moppbezüge

 Anwendungsgebiete / Eignung

 Für kleine bis mittlere Reinigungsflächen oder als Backup für außerplanmäßige Reinigung ohne logistischen Aufwand geeignet

 Auf Grund hoher Effizienz im Reinigungseinsatz für mittlere und große Flächen, sowie bei vorhandener Textillogistik geeignet


Fazit: Der Einwegmopp ist in der Reinraumreinigung „salonfähig“ geworden und weiß mit signifikanten Vorteilen zu überzeugen!

TIPP: Einwegmopps sind nach einmaligen Gebrauch für den Reinraumbereich nicht mehr verwendbar. Für grobe Vorreinigungen und Bereiche geringerer Anforderung lassen sie sich nach einer Aufbereitung aber problemlos weiter einsetzen. So werden Aufwand und Kosten reduziert. Ausgenommen sind Bereiche mit Belastungen, wie z.B. durch Zytostatika. Dort eingesetzte Mopps sind ohne Folgeverwendung fachgerecht zu entsorgen.


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