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Autor
Barbara Fischer-Reineke

Transparenz und Kooperation im Wachstumsmarkt Reinraumtechnik

Benediktbeurer Reinraumtage 2017

Benediktbeuren2017_02
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Benediktbeuren2017_01
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Benediktbeuren2017_03
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Benediktbeuren2017_04
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Seit 2001 gibt es die Benediktbeurer Reinraumtage nun schon. Und auch in diesem Jahr hat die Firma Dittel Engineering gemeinsam mit dem Kunststoffinstitut Rosenheim diesen Branchentreff mit Weiterbildungsangebot wieder veranstaltet. Vom 26. bis 27. April 2017 trafen sich rund 80 Teilnehmer im Salesianer Don Bosco Kloster in Benediktbeuren, um spannenden und topaktuellen Vorträgen zu lauschen und intensiv über die neuesten Entwicklungen, Trends, Möglichkeiten, aber auch über Herausforderungen in der Reinraumbranche, zu diskutieren. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete: „Reine Umgebungen für zukünftige Technologien sichern den Fortschritt“.

Der Markt für Medizintechnik wie auch der Markt für technische Bauteile, die in einer besonders reinen Umgebung zu produzieren sind, wachsen seit Jahren rasant. Die medizinische Versorgung stützt sich auf qualitativ hochwertige und hygienisch einwandfreie Medizinprodukte, die oftmals aus Kunststoff bestehen und in einer kontrollierten Umgebung hergestellt werden müssen, um die Qualität zu sichern und um wettbewerbsfähig zu sein. Auch technische Produkte werden immer komplexer und müssen bei zunehmender Miniaturisierung erhöhten Ansprüchen genügen. Klar ist: Eine für die Zukunft wettbewerbsfähige Produktion mit hoher Effektivität ist nur unter kontrollierten Bedingungen möglich.

Dieser gesamte Themenkomplex wurde auf den Benediktbeurer Reinraumtagen intensiv beleuchtet, wobei Fragen nach den Anforderungen sowie deren Umsetzung, Einhaltung und Absicherung aufgeworfen und mit verschiedenen Lösungsansätzen auch beantwortet wurden. Nach Begrüßung und Einführung durch Prof. Peter Karlinger von der Hochschule Rosenheim, Dr.-Ing. Erwin Bürkle sowie Prof. Dr. phil. Gernod Dittel von Dittel Engineering sprach Prof. Burkhard Stolz von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Weiden über Strategien der Medizintechnik für sterile Produkte, gefolgt von einem Vortrag von Michael Skerat und Jochen Weber über die Digitalisierung in der Wertschöpfungskette von reinen Räumen. Die anschließende, von Erwin Bürkle moderierte und sehr lebhafte Podiumsdiskussion zum Thema Industrie 4.0 in der Reinraumtechnik nahm breiten Raum ein und hielt die Zuhörer bis zur Kaffeepause in ihrem Bann. Hier wurde deutlich, dass die Branche derzeit stark von Innovationsdruck getrieben ist und es einer intensiven Kommunikation, Interaktion und Kooperation bedarf, um hier den Weg in die Zukunft erfolgreich zu finden.

Nach der Kaffeepause, die ebenfalls für intensiven Austausch genutzt wurde, ging es kompakt weiter mit verschiedenen Erfahrungsberichten wie etwa einem Beispiel für einen gelungenen Einstieg in die Medizintechnik, einem Vortrag zum Thema Anlagenqualifizierung von URS bis Turnover und einem sehr offenen Praxisbericht zur Reinraumfertigung nach der Anlaufphase. Auch der Vortrag über Medical Additive Manufacturing Solutions und die Zusammenfassung des Status Quo der Reinraumtechnik hielt die Zuhörer in gespannter Aufmerksamkeit und regte zu intensiven Diskussionen an. Und natürlich durfte zum Abschluss des ersten Tages eine Vorstellung des mobilen, mehrfach preisgekrönten Reinraumsystems SHELLBE durch Prof. Dr. Gernod Dittel nicht fehlen. Danach ging es dann in die tatsächlich sehr lebhafte Abschlussdiskussion, der die Veranstalter trotz fortgeschrittener Stunde viel Raum einräumten. Die Klosterführung und der Bayerische Abend sorgten für eine gelungene Abrundung des Tages.

Am Morgen des zweiten Tages drehte sich alles um Notwendiges und Wissenswertes, wobei Themen wie Sensorik im Reinraum, Entwicklung modularer Klimasysteme, Mikrobiologie und sterile Prüfungen, Bekleidung und Technik, Regulatorische Anforderungen an die Reinraumreinigung geboten waren und auch großen Anklang bei den Teilnehmenden fanden. Das offizielle Programm endete mit einer abermals sehr belebten Abschlussdiskussion und einem ebenfalls angeregten Erfahrungsaustausch im Foyer. Somit gingen die 15. Benediktbeurer Reinraumtage sehr erfolgreich zu Ende und die Veranstalter waren höchst zufrieden. Gernod Dittel freute sich in einem Kurzinterview „über die offenen, lebhaften und konstruktiven Diskussionen“ und fasste das Event mit den Worten zusammen: „Es waren trotz der widrigen Wetterumstände mit Schnee und Kälte zwei wunderbare Tage, die Innovation und Technologie, aus Wissenschaft und angewandter Technik, ohne Vorbehalte dargestellt haben.“ Auch die Teilnehmer äußerten sich durchweg sehr positiv und hoben vor allem die große Offenheit und mutige Transparenz der Beiträge hervor.

Man darf also gespannt sein, was die nächsten Benediktbeurer Reinraumtage bringen werden.



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