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  • ANNEX 1
  • Originaltext
Autor
Liv Riedmaier

Trends auf Knopfdruck? Warum jetzt der richtige Zeitpunkt zum Umdenken ist

Moqlero - Automatisiertes Trending nach GMP Annex 1




Trending im GMP Annex 1 – Vom „Nice-to-have“ zur regulatorischen Pflicht

Mit der Überarbeitung des EU GMP Annex 1 im Jahr 2022 hat sich das regulatorische Umfeld für die Herstellung steriler Arzneimittel grundlegend verändert. Ein zentrales Element dieser Revision ist die verpflichtende Einführung eines systematischen Trendings von Monitoring-Daten.

Was lange als unterstützendes Qualitätswerkzeug galt, ist heute ein integraler Bestandteil der Compliance – und rückt damit in den Fokus von Qualitätssicherung, Produktion und Inspektionen gleichermaßen.

Vom Reagieren zum Vorausdenken

Trending beschreibt die systematische, zeitliche Auswertung von Monitoring-Daten, um Muster, Veränderungen und potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen. Im Gegensatz zur isolierten Betrachtung einzelner Grenzwertüberschreitungen werden Entwicklungen über längere Zeiträume sichtbar gemacht. Der regulatorische Anspruch ist klar: Unternehmen sollen nicht mehr nur auf Abweichungen reagieren, sondern proaktiv Prozessverschlechterungen erkennen und vermeiden.

Annex 1 macht Trending zur Pflicht

Im überarbeiteten Annex 1, insbesondere in Kapitel 9 („Environmental and Process Monitoring“), wird Trending explizit gefordert und damit verpflichtender Bestandteil des Umgebungsmonitorings und der Contamination Control Strategy (CCS).

Gefordert ist eine systematische Auswertung von Monitoring-Daten, um Trends, schleichende Veränderungen und wiederkehrende Muster frühzeitig zu erkennen und in die Qualitätsstrategie zu integrieren.  

Damit wird deutlich: Trending ist kein optionales Reporting mehr, sondern ein zentrales Steuerungsinstrument zur Sicherstellung von Produktqualität und Patientensicherheit.

Anforderungen an ein wirksames Trending

Der Annex 1 formuliert klare Erwartungen an die Umsetzung:

– Erkennung von Trendmustern 
    Zunehmende Grenzwertüberschreitungen, wiederkehrende Abweichungen oder aufeinanderfolgende Warnmeldungen müssen systematisch erkannt und bewertet werden.  
– Kurz- und Langzeitbetrachtung 
    Sowohl kurzfristige Ereignisse als auch langfristige Entwicklungen sind zu analysieren.  
– Verknüpfung mit Ursachenanalyse 
    Trending muss mit Einflussfaktoren wie Wartung, Personalbewegungen oder Prozessänderungen korreliert werden und bildet die Grundlage für Root Cause Analysis und CAPA-Prozesse.  
– Visualisierung und Datenaufbereitung 
    Erst durch geeignete Darstellungen wie Diagramme, Dashboards und statistische Auswertungen werden Trends nachvollziehbar und bewertbar.  

Wenn Excel an seine Grenzen stößt

In der Praxis zeigt sich ein deutliches Spannungsfeld zwischen regulatorischem Anspruch und gelebter Realität, denn Monitoring-Daten werden in vielen Unternehmen weiterhin exportiert, in Excel zusammengeführt und manuell ausgewertet – ein Ansatz, der unter den heutigen Anforderungen aufgrund des hohen Zeitaufwands, mangelnder Standardisierung, erhöhter Fehleranfälligkeit und eingeschränkter Nachvollziehbarkeit zunehmend an seine Grenzen stößt.

Automatisierung als logische Konsequenz

Automatisierte Systeme setzen genau an diesem Punkt an: Sie ermöglichen eine durchgängige Verarbeitung von Daten – von der Erfassung über die Auswertung bis hin zur strukturierten Aufbereitung der Ergebnisse. Trends können regelmäßig analysiert, Muster frühzeitig erkannt und Auswertungen standardisiert bereitgestellt werden. Dabei werden die Ergebnisse automatisch sowohl grafisch als auch tabellarisch dargestellt, sodass Entwicklungen unmittelbar nachvollziehbar sind.

Trending per Knopfdruck ist in diesem Zusammenhang weniger ein Versprechen von Vereinfachung, sondern Ausdruck eines einmal sauber definierten Prozesses. Nach dem Festlegen der Parameter, lassen sich in Moqlero Auswertungen mit minimalem Aufwand abrufen. Für viele in der Praxis bedeutet das einen klaren Bruch mit zeitintensiven, fehleranfälligen Excel-Prozessen: Statt Stunden in manuelle Datenaufbereitung zu investieren, stehen belastbare Ergebnisse in Sekunden zur Verfügung – standardisiert, auditfähig und jederzeit abrufbar. 

Ein Blick in die Praxis

Was in der Theorie komplex klingt, ist in der Praxis längst Realität. Moqlero von der MKL GmbH demonstriert eindrucksvoll, wie Reinraumüberwachung 4.0 aussehen kann.

Ob Partikelkonzentration, Filtertest oder Luftwechselrate - die Plattform automatisiert zunächst mobile Messungen jeglicher Art. Und genau das eröffnet neue Möglichkeiten: Da alle Messergebnisse nativ digital vorliegen, lassen sich die neuen Trendanforderungen nach GMP Annex 1 nahtlos erfüllen. Trendreports mit Grafik, Tabelle, Kommentar und elektronischer Signatur entstehen ohne Medienbruch, mit wenigen Klicks.

Moqlero bietet sechs verschiedene Trendtypen: 

– Filtereffizienz, zur Bewertung der langfristigen Filtrationsleistung 
– Filterdifferenzdruck, zur frühzeitigen Erkennung von Verstopfungstrends 
– Partikelzählungen, zur Identifikation von Kontaminationsentwicklungen 
– physikalische Umgebungsparameter wie Temperatur und Feuchte 
– Luftvolumenstrom, zur Sicherstellung stabiler Belüftungsbedingungen 
–  Luftwechselrate, zur weiteren Verifizierung der Reinraumkonformität

Zwischen Pflicht und Chance

Die Annex-1-Anforderungen mögen auf den ersten Blick aufwendig wirken – doch sie bieten die Chance, Qualitätsprozesse grundlegend zu verbessern. Konsequentes Trending erhöht die Prozessstabilität, verbessert die Datenqualität und reduziert langfristig Abweichungen und Risiken. Wer jetzt noch auf manuelle Prozesse setzt, riskiert nicht nur Compliance-Lücken, sondern verliert wertvolle Zeit für das, was wirklich zählt: Qualität und Patientensicherheit.

Der Einstieg muss dabei nicht schwer sein:
Mit Moqlero ist automatisiertes Trending schnell eingerichtet und sofort einsatzbereit – neue Insights, keine Vorabinvestitionen und vollständige Compliance.  

Fazit

Mit dem neuen EU GMP Annex 1 wird Trending endgültig vom optionalen Werkzeug zur regulatorischen Pflicht. Gleichzeitig markiert diese Entwicklung einen grundlegenden Wandel im Qualitätsverständnis der pharmazeutischen Industrie. Die Zukunft liegt nicht mehr in der nachträglichen Auswertung von Daten, sondern in deren digitaler, intelligenter Nutzung.

Automatisiertes Trending von Moqlero steht sinnbildlich für einen modernen, integrierten Qualitätsansatz, der den steigenden Anforderungen an Transparenz, Datenintegrität und Patientensicherheit gerecht wird.

Für Pharmaunternehmen stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob dieser Ansatz umgesetzt wird, sondern wie schnell eine nachhaltige und zukunftssichere Umsetzung gestaltet werden kann. 

 


Weitere Informationen


MKL Ingenieurgesellschaft mbH
81827 München
Deutschland

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