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interplastica und upakovka 2020 verzeichnen positives Ergebnis und gute Stimmung in den Messehallen

- Verpackungssektor in Russland boomt
- Starker Start für neues interplastica Segment „Recycling Solutions“
- Großer Zuspruch bei Vortragsforen

Schon zur letzten Ausgabe des Messeduos aus interplastica, International Trade Fair for Plastics and Rubber und upakovka – Processing & Packaging im vergangenen Jahr zeichnete sich ab, dass die Talsohle im russischen Markt durchschritten ist – zumindest für die Kunststoff- und Kautschukbranche sowie die Verpackungsbranche und die verwandte Prozessindustrie. Beide Fachmessen, die vom 28. – 31. Januar auf dem Central Exhibition Complex Expocentre in Krasnaya Presnya stattfanden, konnten diese Stabilisierung untermauern. Insgesamt 937 Aussteller aus 40 Ländern zogen rund 24.950 Besucher vornehmlich aus Russland und den Anrainerstaaten an. Die Stimmung in den Hallen war gut. Die Aussteller lobten insbesondere die hohe Qualität der Kontakte.

Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf der interplastica 2020: „Russland ist nach wie vor ein bedeutender Markt, der zwar durch schwierige Zeiten geht, in dem sich aber dennoch viel bewegt. Das Interesse an hochwertigen und innovativen Maschinen, Systemen und Materialien ist nach wie vor groß, die Unternehmen wollen investieren und bemühen sich, geplante Projekte auch zu realisieren. Insbesondere in Sachen Verpackung, Recycling und Abfallvermeidung tut sich gerade einiges in Russland“, und er unterstreicht: „Messen kommt gerade jetzt eine wichtige Funktion zu als Informationsplattformen, Networking-Treffpunkte und Wirtschaftsmotoren. Die Aussteller der interplastica haben mit ihrer Teilnahme bewiesen, dass sie auf nachhaltige Beziehungspflege setzen und speziell auf den russischen Markt zugeschnittene Lösungen im Portfolio haben.“

Lichtblick russischer Verpackungssektor

Nach einem sehr deutlichen Wachstum beim Export deutscher Kunststoff- und Gummimaschinen nach Russland in 2017 und 2018, berichtet der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA von einem starken Exportrückgang in 2019. Damit reiht sich der russische Markt in die große Reihe der Länder ein, die im vergangenen Jahr weniger deutsche Maschinen abnahmen. Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des Fachverbandes: „Ein Lichtblick bleibt aber weiterhin der russische Verpackungssektor. Auf Grund des Embargos für westliche Lebensmittel wurde die Eigenproduktion deutlich gesteigert. Zur Haltbarmachung dieser regionalen Lebensmittel müssen auch Verpackungen vermehrt in Russland produziert werden. Darüber hinaus wird Recycling und Circular Economy ein immer größeres Thema in Russland. Bereits auf der K 2019 haben die deutschen Unternehmen gezeigt, dass sie hier sehr gut aufgestellt sind und mit Ihren Technologien punkten können.“

Recycling Solutions, Sonderschau 3D fab+print, Forum Polymer Plaza

So überrascht es nicht, dass das neue Segment „Recycling Solutions“ mit 50 hochspezialisierten Unternehmen auf der interplastica 2020 großen Anklang fand. Im Bereich Recycling war auf Ausstellerseite Österreich besonders stark vertreten. In den begleitenden Diskussionsrunden fanden Beiträge zur Abfallwirtschaft in Russland und Ausstellervorträge zum Thema Kreislaufwirtschaft hohen Zuspruch. Dazu Harry Reichert, Referent im Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA: „Die nächsten Jahre werden zeigen, ob auf die zahlreichen Absichtserklärungen auch Investitionen in Sammlung und Recycling folgen, so dass sich auch in Russland auf breiter Front erfolgreiche Geschäftsmodelle zu diesen Themen etablieren können.“

Innovative Technologien für alle Bereiche der Kunststoffverarbeitung wurden nicht nur an den Ständen der 680 interplastica-Aussteller präsentiert, sondern auch bei den Vorträgen und Diskussionen in der Polymer Plaza in Halle 1 sowie im Rahmen der Sonderschau 3D fab+print Russia. Russische und internationale Experten thematisierten in technischen Referaten und Demonstrationen Entwicklungen und Möglichkeiten der additiven Fertigung.

AMAPLAST bestätigt hohe Qualität der interplastica Kontakte

Der italienische Branchenverband AMAPLAST untermauert die hohe Fachkompetenz der Besucher. Mehr als 60 italienische Aussteller nahmen an der interplastica 2020 teil, davon etwa 40 im Rahmen des vom Verband organisierten Pavillons. Stefania Arioli, Marketing Managerin bei Amaplast: „Die Qualität unserer Kontakte war gut und die technischen Anfragen oft sehr detailliert. Die große Mehrheit der Besucher kam aus Russland sowie aus der Ukraine, Weißrussland und Kasachstan. Der russische Markt ist derzeit nicht leicht zu bearbeiten. Durch ihre langjährige Präsenz auf der interplastica sind die italienischen Hersteller jedoch kontinuierlich vor Ort und können sich so den Markt erfolgreich erschließen.“ Ein großer Anteil der Exporte der italienischen Branche nach Russland entfällt auf Extruder und Extrusionslinien, bei denen es sich um Anlagen mit hoher Wertschöpfung handelt, die oft auf die spezifischen Anforderungen der Kunden zugeschnitten sind.

Die nächste interplastica in Moskau wird vom 26. Januar bis 29. Januar 2021 stattfinden, erneut parallel zur upakovka.

Die interplastica ist Bestandteil der Marke Global Gate, in der die Messe Düsseldorf ihre weltweiten Aktivitäten für die Kunststoff- und Kautschukindustrie bündelt. In das Produktportfolio mit insgesamt zehn Veranstaltungen fließen die Kompetenz und Erfahrung ein, die mit der Organisation der Weltleitmesse K in Düsseldorf und beim Aufbau erfolgreicher Regionalveranstaltungen geschaffen wurden. Die insgesamt zehn Fachmessen sind professionelle Kommunikationsplattformen und somit Tür- und Toröffner in vielversprechende Wachstumsmärkte wie Zentral- und Osteuropa, dem Mittleren Osten, Nordafrika, China, Indien und Südostasien. Alle Informationen unter www.k-globalgate.com

Ausstellerstimmen zur interplastica 2020

Stephan Doehler, Bereichsleiter Vertrieb Europa, ARBURG GmbH + Co KG:
„Die interplastica ist aktuell die größte Messe im GUS-Markt und für Arburg eine bedeutende Plattform. Hier zeigen wir bereits seit 20 Jahren Präsenz und konnten auch 2020 wieder viele gute Gespräche mit bestehenden und potenziellen Kunden führen. Die Besucher unseres Messestands kamen aus ganz Russland und angrenzenden Ländern wie Belarus, der Ukraine, Usbekistan, Kasachstan und Armenien – darunter wichtige Entscheider. Viele interessierten sich für unsere Packaging-Lösungen, wozu wir auf einer hybriden Allrounder-Spritzgießmaschine eine spannende IML-Dünnwandanwendung präsentierten. Aber auch das Interesse aus den Branchen Medizintechnik und Elektronik war groß. Generell beobachten wir im aufstrebenden russischen Markt eine steigende Nachfrage nach hochwertigen und insbesondere nach elektrischen Maschinen.“

Alexander Kulik, Sales Director Greater Russia, Dow Packaging & Specialty Plastics:
„Wir sind froh, dass wir die Möglichkeit zur Teilnahme an der interplastica auch in diesem Jahr genutzt haben. Das Programm der Konferenz rund um das Thema Nachhaltigkeit war eine positive Überraschung, es gab viele interessante Punkte und Diskussionen. Ich freue mich, dass der Nachhaltigkeitsaspekt auch in Russland inzwischen eine größere Rolle spielt. Wir haben Kunden aus Russland, Weißrussland, Usbekistan, Kasachstan, Ukraine und einige potenzielle Partner aus der GUS-Region an unserem Stand begrüßt. Das Interesse galt recycelbaren Lösungen sowie dem Vorteil von Dow Industriefolien im Vergleich zu kostengünstigen Materialien. Der russische Markt ist für Dow strategisch sehr wichtig. Es ist unverzichtbar, auf den Markt zu hören und unsere lokalen Partner zu unterstützen.“

Latife Karabulut, International Trade Manager, Ekin Makina Plastik San. Tic. Ltd. Sti. Türkei:
“Ekin Machinery hat erfolgreich zum ersten Mal an der interplastica teilgenommen. Die Besucherkontakte bestätigten uns, dass unsere Spritzgussmaschinen sehr geeignet für den russischen Kunststoffmarkt sind. Die Besucher an unserem Stand kamen vor allem aus Russland, aber auch den angrenzenden Staaten.”

Olaf Kassek, General Manager, ENGEL Russia:
„Wir waren sehr zufrieden mit der Anzahl der Besucher auf unserem Messestand. Das Interesse an unserer vollelektrischen holmlosen Spritzgussmaschine mit 6-Achs-Roboter zum Wechseln von Werkzeugwechseleinsätzen war sehr hoch. Der russische Markt ist für ENGEL trotz einer leichten Flaute bei der Automobilindustrie, eine feste Größe. Positiv überrascht waren wir von der beachtlichen Anzahl von Gästen aus Usbekistan. Damit wurde wieder einmal bestätigt, dass die interplastica die wichtigste Kunststoffmesse für Russland und seinen Nachbarländern ist.“

Ulrich Reifenhäuser, Geschäftsführender Gesellschafter Reifenhäuser GmbH & Co. KG:
„Für Reifenhäuser hat die interplastica 2020 nahtlos an die Vorjahresveranstaltung angeknüpft: Sie hat globale Entwicklungen aufgegriffen, war noch einmal besser besucht und von einem hohen Interesse der Fachbesucher gekennzeichnet. Zudem macht die Interplastica 2020 berechtigte Hoffnungen, dass sich die Marktlage in den kommenden Monaten deutlich verbessern wird und das Thema Nachhaltigkeit zu einem wesentlichen Treiber für neue Lösungen und damit für wirtschaftliches Wachstum in der Kunststoffbranche werden wird.“

Volker Berger, Regional Sales Manager, Starlinger & Co. Gesellschaft m.b.H.
„Die interplastica war für Starlinger schon immer sehr wichtig. Mittlerweile haben wir im Textilbereich einen Marktanteil von 80 Prozent. Im Recyclingbereich ist die Messe sehr wichtig um neue Kontakte zu knüpfen und vorhandene zu intensivieren. Für uns ist der Absatzmarkt in Russland zurzeit sehr stabil. Starlinger hat schon seit längerem eine Repräsentanz mit eigenen Leuten vor Ort, somit können wir uns schnell an neue Anfordernisse am Markt anpassen. Die Besucherzahl war dieses Jahr zwar etwas geringer, dafür war die Qualität der Meetings sehr hoch. Auch Geschäftsabschlüsse wurden auf der Messe getätigt. Das neue Recycling-Segment in der Halle 8.1 beurteilen wir ebenfalls sehr positiv.“

Reinhard Elting, Sales Director, WINDMÖLLER & HÖLSCHER KG:
„Grundsätzlich waren wir mit der Messe zufrieden. Insgesamt gab es eher wenig neue Kundenkontakte, viele Bestandskunden fanden den Weg an unseren Stand, der überwiegend von Besuchern aus Russland frequentiert wurde. Auffällig war jedoch auch eine nicht unerhebliche Anzahl von Firmen aus dem zentralasiatischen Raum - insbesondere Usbekistan und Turkmenistan - sowie aus der Ukraine. Großes Interesse erfuhren Themen wie Circular Economy oder aber auch Einsparung von Rohstoffen oder Ersatzlösungen zu Kunststoff. Der russische Markt ist für Windmöller & Hölscher als durchaus wichtig und mit gutem Wachstumspotential einzuschätzen.“

Christian Kiene, Projektmanager, WKÖ AUSSENWIRTSCHAFT Österreich:
„Die interplastica 2020 war für die österreichischen Teilnehmer sehr erfolgreich. In Russland wird der persönliche Kontakt bei Geschäftsbeziehungen traditionell hochgeschätzt. Mit der Messeteilnahme 2020 haben die Unternehmen aus Österreich ihren russischen Partnern gezeigt, dass sich diese auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten auf sie verlassen können. Basierend auf langjährigen, erfolgreichen Kooperationen und dem ausgezeichneten Ruf des österreichischen Know-hows im Technologiebereich, bot die interplastica 2020 zudem auch Neueinsteigern, welche sich für die Ausweitung ihrer Geschäfte auf die GUS-Länder interessieren, eine gute Möglichkeit zur Anbahnung neuer, gewinnbringender Geschäftskontakte.“


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40001 Düsseldorf
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