Markus Keller

Markus Keller, Jahrgang 1976, studierte nach dem Zivildienst im Rettungsdienst an der Universität Stuttgart technische Biologie mit der Vertiefung in Bioverfahrenstechnik mit Nebenfach Meeresbiologie.
Forschungsaufenthalte brachten ihn unter anderem nach Australien an ein Labor, welches erfolgreich an der Entwicklung eines pflanzlichen Medikaments gegen Melanom beteiligt war. In der Türkei und Thailand arbeitete er für ein Artenschutzprojekt mit Meeresschildkröten. Während des gesamten Studiums führte er seine Tätigkeit als Rettungssanitäter fort.

Mit der Reinraum- und Steriltechnik kam er zuerst in Kontakt am Institut für Bioverfahrenstechnik an der Universität Stuttgart. Unter Prof. Dr. Reuss beschäftigte er sich mit der Planung und Durchführung vieler Fed-Batch-Biofermentationen eines gentechnisch veränderten Bakteriums.
Nach seinem beruflichen Einstieg am Umweltministerium Baden-Württemberg begann er 2006 am Fraunhofer IPA. Seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Reinst- und Mikroproduktion umfasst die Kontaminationskontrolle in den Bereichen Life-Science, Materialwissenschaften und Medizintechnik.

Eine mit von Ihm entwickelte industrienahe Methode zur Bewertung des Ausgasungsverhaltens von Materialien wurde erfolgreich in die VDI Richtlinie 2083 Blatt 17 übernommen. Die VDI Richtlinie 2083 Blatt 18 „Biokontamination“ entstand unter seiner Federführung. Im Rahmen des EU-Projekts NANODEVICE leitet Markus Keller die Entwicklung eines tragbaren Messgeräts zu Detektion von luftgetragenen Kohlenstoff-Nanoröhren (CNT), welches später für den Arbeitsplatzschutz eingesetzt werden soll.
In seiner Freizeit organisiert und leitet er für die Naturfreunde und den ERD Stuttgart Aktiv-Freizeiten für Kinder und Erwachsene.

Was wollten Sie als Kind werden?
Meeresbiologe oder Förster

Welches war Ihr erstes Auto?
Ein VW Bulli T4 in dreckbraun mit dem Namen „Good old mama“

Worüber können Sie sich freuen?
Draußen sein in der Natur mit meiner Familie und Freunden, am liebsten auf Bergtouren.

Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz?
Den Old Telegraph Track nach Cape York in Australien mit eigenem Geländewagen gemeistert zu haben kurz vor der Regenzeit.

Welche technische Leistung bewundern Sie am meisten?

Die Fliegerei mit all Ihren technischen Meisterleistungen

Mit wem würden Sie gerne einen Monat lang tauschen?
Eigentlich mit niemandem. Interessant wäre mal Hüttenwirt auf einer alpinen Berghütte zu sein.

In welchem Land hätten Sie gerne einen Zweitwohnsitz?
In der Schweiz oder in Australien

Wem wären Sie gerne begegnet?
Charles Darwin oder Alexander von Humboldt als Reisebegleitung bei ihren Exkursionen

Welches Buch würden Sie derzeit empfehlen?
Wie lange reicht die Ressource Wasser? Vom Umgang mit dem blauen Gold von Wolfram Mauser. Ein absolut brisantes Thema, nachdem es schon mehrere Bürgerkriege aufgrund Wasserknappheit gibt. Im Übrigen sind alle Bücher der Reihe „Forum für Verantwortung“ lesenswert.

Was ist Ihr Lieblingsessen?
Maultaschen in allen Variationen, am besten die von unserem örtlichen Metzger. Und natürlich der Hefezopf meiner Frau.

Was ist Ihre Lieblingsmusik?
Ich spiele selber in einer Big-Band, deswegen Jazz, Funk und Soul; idealerweise live. Aber auch klassisch-sinfonische Musik.

Was war der beste Rat, den Sie je bekommen haben?
Bleib immer du selbst

Haben Sie ein Motto?

Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen. Antoine de Saint-Exupery

Stand: 01-2012


Markus Keller
Dipl.-Biol. (technisch orientiert)
Projektleiter
Reinst- und Mikroproduktion

Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Nobelstraße 12, D 70569 Stuttgart
Tel. +49 711 9701560, Fax +49 711 9701007
markus.keller@ipa.fraunhofer.de